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Schauen ist ein Akt der Wahl

Während der ersten Welle des COVID19-Virus, im Lockdown, begann ich mich zu fragen, was „Zuhause“ als Raum bedeutet. Wo und wann ist ein Raum Heimat und wann hört er auf, Heimat zu sein?
Zu Hause zu sein hat für mich eine starke Verbindung mit Privatsphäre; ein Ort unter dem Radar kontrollierender Augen, ein Ort, an dem man unsichtbar ist. Dies ist nicht nur eine individuelle Freiheit, sondern auch ein Grundrecht; die Grundlage einer gesunden Demokratie. In einer Gesellschaft, in der Überwachung zunehmend in unser Leben eindringt, habe ich mich gefragt, ob es möglich ist, eine Gegenstrategie zu entwickeln, indem man freiwillig die fragilen Grenzen zwischen öffentlichem und privatem Raum aufhebt.

Mit  der Dokumentation meiner 2020er Performance-Installation verbinde ich gesellschaftspolitische Fragestellungen mit persönlicher Reflexion durch die Form des Video-Essays. Mit diesem Essay möchte ich Warhols Anti-Film „Sleep“ in das Reich der Überwachungskunst   holen und die Machtverhältnisse zwischen Zuschauer und Zuschauer erschüttern. Zusehen ist eine aktive Entscheidung und daher ist der Betrachter mitschuldig ,

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